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Die Cats Club
Ago Go Bar, Patong Beach
© Nightlife - Travelers' Net
Nach all diesen perlenbestickten Mädchen
in der Karaoke Bar machte sich Lust auf richtige Go Go Action fühlbar. Daos kurzes, rotes
Kleid tanzte noch vor meinen Augen, während ich um die Ecke ging - ohne Messer. Es war
elf Uhr. Die Strandstrasse war voll von lachenden, schlendernden, verliebten Leuten.
Filippinischer Bossa und Soul aus der "Thara" und "The Wall"
vermischten sich mit dem scharfen Geruch gebrannten Chillis und dem süssen Duft von
Räucherstäbchen. Der Mond hang am Himmel wie eine aufgeschnittene Apfelsine. Mensch -
schön war es auf der Welt zu sein!
Mein Weg führte an der Irish Bar vorbei. Wundervolle Erinnerungen an
eine Zeit mit der liebevollen kleinen Lek und ihren warmen Lippen, die mich vor mehreren
Jahre zum ersten mal in die süßen Geheimnisse Patongs einweihten. Lek hatte vom Tuten
und besonders Blasen mehr als nur eine Ahnung... und ich dachte kurz, wo sie jetzt wohl
sei?
Links und rechts erschollen die Liebesrufe
und Hilfeschreie tugendhafter Bardamen (hellooh, where you gooh?) aber ich hastete weiter
und klopfte nebenbei dem molligen Grillhüttenmädchen wohlwollend auf ihren runden Popo
(Sie wissen, die Kleine, die immer bei Kings Fashion an der Ecke steht, mit einer
Speisekarte und einem Lächeln?). Ich weiß, sie ist ein respektables junge Dame und so
was macht sie nicht. Aber hey! Wir sind doch in Patong! Und ich kann der Kleinen nicht
wiederstehen, sie sieht einfach so wunderniedlich aus, mit ihrem engen Röckchen, strammen
Hintern und so weiter...
"Nächstes Jahr heirate ich dich!", flüsterte ich ihr ins Ohr.
Ihre Antwort ist ein Lachen und ein Ellbogen in meine Magengegend. Hatte
ich etwas anderes erwartet?
Die Pforte zum Cat's Club öffnete mir eine
thailändischen Venus mit Stöckelschuhen. Cooles Aircon. Ich haute mich in meine
Lieblingsecke, bestellte ein Bier und ließ mich gehen. Oh, hier gab es Schokolade für
meine gestreßten Augen! Nackte Popos, G-Strings und Bikinis. Ja! Ja! DAS braucht ein
einsamer Fuchs als Stärkung für sein einsames Herz! Eines der Popo- und Bikini-Mädchen
setzte sich neben mich.
"Darf ich, bitte, ja?"
Und ob sie durfte! Sie hätte meinetwegen auch noch weit mehr darfen
dürfen. Ihnen, lieber Leser, wäre es genauso ergangen. Ihr Name war Noi und sie
schnuckelte sich in meine Arme wie ein warmes Kaninchen. Zärtlich streichelte ich ihr
weiches Fell und zusammen guckten wir uns die Feuer-Show an. Mensch, hatten die eine Art
an den Zigaretten zu ziehen!
"Kannst du das auch?", fragte ich Noi, aber die schauderte:
"Um Gottes willen, nein! Viel heiss!"
Ich lehnte mich zurück, schloß meine Augen und genoß Nois Hand auf
meinen Schenkeln. Eine Stimme rief mich an, unterbrach meine Meditation:
"Hallo, Mister Fox! Wie die Gechäfte lauffen gut, eh?"
Ach der Henk, ein alter Bekannter! Ich kannte ihn schon aus der Zeit, als
Patong noch ein kleines Fischerdorf war. Er hatte ein Boot, ein Paar Schwimmflossen und
jede Menge Glauben an die Zukunft. Daraus wurde im Laufe der Zeit das erste und beste
Tauchergeschäft der Insel. Irgenwann allerdings zog Henk dem Tauchen im Meerwasser das
Tauchen in Bier vor. Das Ende seines Geschäfts war gekommen.
In seinen Armen saß eine andere Bekannte,
Ning. Auch sie war - das wußte ich ganz zufällig - eine ausgesprochen musikalische
Begabung. Ach, es war schön unter Freunden und liebevollen Mädchenhänden zu
lustwandeln. Hier könnte ich meine Bleibe aufschlagen, bis mich jemand totbetrunken in
einen Tuktuk schmeißen würde. Aber irgendetwas zog mich weiter, weiter von dannen. Ich
war mehrere Tage (Nächte) lang nicht auf der Piste gewesen und ich spürte Abenteuerlust
ach in der Brust. Also bot ich der kurvenreichen Noi zum Abschied meine Wange und einen
Blick auf meine Mastercard.
"Fahr wohl, lütten Deern! Weine dir meinetwegen nicht deine
hübschen Augen aus den Kopf! Ich bin sicher, noch viele Farangs warten darauf, mit dir
kuscheln zu können."
Die Uhr schlug zwanzig Minuten nach Mitternacht. Zeit um zu auszuchecken,
was in Soi Bangla los war!
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